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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, 17. April 2011 um 09:01 Uhr

Heimatverein Gemeinde Drebber, e. v.

Gedanken zum Begriff Heimat und Zweck und Ziele im Heimatverein!

Im allgemeinen denken wir in erster Linie dann an die Heimat, wenn wir uns in einiger Entfernung von ihr aufgehalten. Wir fangen plötzlich an Vergleiche, zwischen der Gegend aus der wir stammen und in welcher wir uns gerade aufhalten, anzustellen. Aus der Ferne sehen wir plötzlich unseren Alltagsbereich mit liebevoller Nachsicht in einem angenehmen Licht. Oft befällt uns bei der Rückkehr eine fast sentimentale Rührung beim Anblick des heimatlichen Kirchturmes, beim auftauchen der oft keineswegs beeindruckenden heimatlichen Landschaft. Für uns Dorfbewohner ist es eben unser Dorf und die Landschaft, in der wir eingebettet sind. Ganz allgemein denke ich, ist es nun die selbst gestellte Aufgabe eines Heimatvereines sich mit den Gegebenheiten zu beschäftigen, das Niederdeutsch zu fördern, dafür Veranstaltungen zu schaffen, wo man Plattdeutsch spricht. Sich mit der Kultur und der Zivilisation derselben auseinander zu setzen.
Zunächst und erstens kann man in Erfahrung bringen, wie die Menschen in der Vergangenheit in unserem Dorf gelebt und gearbeitet haben. Was ja auch schon im weitesten Sinne in Fonn von Heimatblätter und alljährlichen Veranstaltungen des Heimatvereins geschieht.
Zweitens kann man sich in verschiedenen Formen mit den gegenwärtigen Menschen unserer Region befassen. Man kann z.B. durch Ausstellungen zeigen was Menschen kulturell und handwerklich bei uns erschaffen. So könnte man von Einwohnern gemalte Bilder unserer Landschaft ausstellen. Ebenso Handarbeiten und Töpferarbeiten und dergleichen mehr.
Als drittes sollte man einen Blick auf die Zukunft unseres Heimatortes nicht unterlassen. Wir sehen alle wie unsere vor kurzem noch bäuerlichen und handwerklich orientierte Kultur sich in den letzten Jahzehnten gewandelt hat. Wir sehen wie unserem Landschaftsbild gehörenden Moore abgetorft werden, unsere Landschaft verfremdet wird. Wir können über einen Zeitraum von fünfzig Jahren fast alle selbst zurückverfolgen wie sich das einst natur- und landschaftsbezogene Leben der Menschen unserer Region gewandelt hat.
Ich meine damit, dass man fast ausschließlich von aus dem eigenen Bauern erwirtschafteten Erzeugnissen, wie Milch, Butter, Fleisch, Obst, Gemüse, Eiern lebte, und der Energiebedarf durch eigenhändig gegrabenen Torf gedeckt wurde. Abgesehen von der in kleinen Elektrizitätswerken in Jac.-Drebber und Comau erzeugten elektrischen Energie. Dazu kann man auch noch das Bier aus der Drebber Brauerei und die Buttermilch, Butter und Sahne aus den Molkereien Drebber und Comau nennen.
Wir alle können natürlich nicht zurück zu dieser Lebensweise. Der Heimatverein mit seinem Knipp und Bratkartoffeln essen, alljährlich beim Heimatabend, führt uns zurück in Zeiten der Selbstversorgung aus eigener Erzeugung.

Heinz Kuhlmann, Vorsitzender Heimatverein Gemeinde Drebber

Zuletzt aktualisiert am Montag, 07. März 2016 um 19:07 Uhr