Kirche Jacobidrebber PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 23. Februar 2009 um 20:03 Uhr

Die Kirchengemeinde Jacobidrebber (Namensgebung)

Als 1278 der Bischof von Osnabrück in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, verpfändet er die Rechte an seinen Einkünften aus den Höfen in West- und Ostdrebber an die Edelherren, die sich später Grafen zu Diepholz nennen. Ihren Stammsitz hat diese Edelgeschlecht in einer Wasserburg in Cornau.

Die Kirche zu Jacobidrebber - zu dieser Zeit wurde der Ort als Ostendrebber bezeichnet - wir erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1281 erwähnt. In dieser Urkunde sichert sich der Bischof seine in Drebber in Gefahr geratene Position.

Gewöhnlich wurde der Ort nach der Lage an der Hunte Ostendrebber geannt. Bei Schenkungen an die Kirche im 14. und 15. Jahrhundert wurde das Patrozinium des Heiligen Christopherus erwähnt.Christopherus wurde  als Heiliger von Wanderern und  Fuhrleuten verehrt. Die Lage am Übergang der Hunte macht diese Situation deutlich.

Die bis dato eher selten gebrauchte Namensgebung des Heiligen Christopherus wurde um 1563 aufgegeben. In Protestantischen Gegenden war es üblich, das Patrozinium von ausschließlich biblisch überlieferten Personen abzulehnen. Häufig wurden Personen an ihre Stelle gesetzt, die Jesus nahe standen. In Ostendrebber wurde der Apostel Jacobus der Älter, der auch als Beschüzter der Pilger und Wanderer galt, für die Namensgebung benutzt. Die Namensgebung ging dann auch auf den Ort über.

Ein Bezug zu den Jacobspilgerwegen ist in keiner Weise belegbar, zumal die Namensgebung erst weit nach dem Ende der spätmittelalterlichen Pilgerbewegung erfolgte. Die Schreibweise des Ortes ist in älteren Quellen Jakobidrebber. Diese ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Weiter Details zur Kirchengeschichte (das hier ist nur ein ganz grober Anriss - und wird weiter vervollständigt) finden sich in der Broschüre "Die Jacobikirche in Drebber" von Frau Dr. Ing Anna Masuch.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 06. März 2016 um 20:29 Uhr